Stative auf einer Wiese

Der Videostativ-Ratgeber für ein stabiles Bild

Drehst du deine Videos selbst? Wo platzierst du deine Kamera? Vom Bücherstapel, über den Gorilla-Pod bis zum festen Stativ gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Mit diesem Blog-Artikel gebe ich dir einen Überblick und spreche dir meine Empfehlung für unterschiedliche Anwendungsfälle aus.

Warum überhaupt ein Stativ?

Wir gehen bei der Videoaufnahme davon aus, dass du im Interview- oder im Erzähler-Stil aufnehmen möchtest. Dein Setup könnte zum Beispiel dein aufgeräumter Schreibtisch sein, an dem du gerade sitzt.

Der Bildausschnitt zeigt dich in dieser Situation von der Tischplatte bis zum Kopf. Zudem ist teils der Schreibtisch und im Hintergrund etwas der Raum zu erkennen.

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Der ausschlaggebende Grund, wieso du für eine solche Videoaufnahmen ein Stativ verwenden solltest ist eine stabile Bildeinstellung.

Selbstverständlich kannst du dir einen Bücherstapel bauen, Kartons als Untersetzer verwenden oder sonst eine Home-Made-Lösung entwerfen. Ein Stativ ist jedoch die einfachere Lösung dazu, um das Setup jederzeit schnell einzurichten.

Am besten lässt du das Stativ in der einmal eingestellten Höhe aufgebaut und stellst es einfach zur Seite, wenn du es nicht brauchst.

Möchtest du kein statisches Video drehen, ist das etwas anderes. Bei bewegten Bildern, die du beispielsweise in dein Video schneiden möchtest, ist ein Stativ mit einer Schwenkfunktion wichtig. Hier solltest du dich gegebenenfalls aber direkt über einen Gimbal informieren.

4 unterschiedliche Stativ-Arten

Für den Anfang muss ein Stativ nicht die Welt kosten. Es muss auch unter Umständen gar nicht so groß sein. Folgende Kamerastativ-Typen sind für das Filmen geeignet:

Dreibeinstativ

Das Dreibein ist das klassische Stativ für Fotografen und Filmemacher. Es lässt sich zusammengeklappt transportieren und überall aufstellen. Anbieter für Dreibeinstative gibt es zahlreiche. Die Unterschiede liegen im Gewicht, bei der Größe, der Tragkraft und im Preis.

Vom kleinen Rucksack- oder Travel-Stativ bis zum massiven Dreibein, welches auch eine schwere DSLR Kamera hält ist die Spannbreite groß.

Für ein Dreibeinstativ sprechen unter anderem:

  • Flexibel einsetzbar
  • Viele Varianten zur Auswahl
  • Kompromiss zwischen Gewicht und Größe
  • Einfache Bedienung

Vierbeinstativ 

Das Vierbeinstativ ist ein Exot und wird aktuell nur von wenigen Firmen angeboten. Eigentlich hat sich das Dreibeinstativ am Markt bewiesen und weist je nach Modell auch eine hohe Kippstabilität auf. Nichtsdestotrotz wurde das Vierbein entwickelt, um stabiler zu stehen und schwerer zu tragen.

Diese Punkte sprechen für ein Vierbeinstativ:

  • Trägt schwere Last
  • Hohe Kippstabilität

Tischstativ

Die kleine Variante des Dreibeinstativs kann ideal auf einem Tisch platziert oder als Griff in der Hand gehalten werden. Tischstative halten meist keine zu hohe Last aus, wodurch sie oftmals nur für Kompaktkameras und Smartphones sinnvoll einzusetzen sind. Ihre kleine Größe ist ihr großer Vorteil, denn solch ein Stativ passt in jeden Rucksack oder sogar die Jackentasche.

Möchtest du Videos unterwegs aufnehmen, dann eignet sich das Tischstativ sehr gut:

  • Klein, leicht und handlich 
  • Je nach Modell mittlere Belastung

Klemmstativ

Für besondere Orte wird auch ein besonderes Stativ gebraucht. Das Klemmstativ, auch Gorilla-Pod genannt, kann mit seinen beweglichen Füßen an ungewöhnlichen Befestigungszielen angebracht werden. So lässt sich das Klemmstativ am Balkongeländer, einer Laterne oder einer Stehlampe anbringen. In kleinerer Form und mit dem passenden Aufsatz, ist der Gorilla-Pod auch als Handy-Stativ sehr zu empfehlen.

Positiv für das Klemmstativ ist:

  • Sehr flexible Nutzung
  • Leicht und handlich
  • Für Kameras und Handys geeignet

Zubehör-Tipp: Bei der Wahl eines Adapters für das Stativ achte darauf, dass du das Smartphone darin auch für vertikale Videos nutzen kannst.

Welches ist das richtige Stativ für mich?

Bei der Entscheidung für ein Stativ solltest du dir ein paar persönliche Fragen stellen. Daraus resultiert automatisch, für welche Stativ-Art du dich entscheiden solltest.

Die Fragen sind unter anderem:

  • Möchtest du dein Stativ draußen oder drinnen nutzen? Dabei kommt es auf die Qualität des Stativs an. Wenn du es nur zu Hause mit dem Smartphone verwenden möchtest, reicht auch ein günstiges “Plastik”-Einsteigerstativ von Amazon.
  • Was für eine Kamera möchtest du mit dem Stativ verwenden? Die Stative unterscheiden sich nach der maximalen Belastung. In der Regel geben die Anbieter an, wie viele Kilos das Stativ sicher und stabil halten kann. Je schwerer die Kamera, desto stabiler sollte der Stand des Stativs sein.
  • Brauchst du Sonderfunktionen zur besseren Ausrichtung? Ein Stativ kann zum Beispiel eine Wasserwaage eingebaut haben. Damit lässt sich das Stativ perfekt ausrichten, so dass deine Aufnahme ganz gerade ist. Nutzt du ein Smartphone, kann diese Funktion auch in der Kamera-App enthalten sein.
  • Was möchtest du aufnehmen? Sitzt oder stehst du wie im Beispiel nur ruhig vor der Kamera oder möchtest du auch Bewegungen einfangen? Bei letzterem sollte das Stativ auch eine Schwenkfunktion beinhalten.

Meine Stativ-Empfehlung für zu Hause und für die Selbstaufnahme mit einer Einsteiger-Kamera ist das Cullmann 2800.

Das Cullmann 2800 kostet circa 35 Euro. Es hat eine größere Gesamthöhe als viele andere Einsteigerpreis-Stative. Ich nutze es persönlich, um auch im Stehen gute Aufnahmen zu machen. Wenn du mit dem Stativ auch Kameraschwenks machen möchtest, ist das Cullmann 2800 nicht so geeignet, wie ich festgestellt habe.

Brauchst du diese Extra-Beweglichkeit, dann rate ich dir zum Rollei C5i. Das kostet circa 90 Euro, beziehungsweise in der Leichtbauvariante 135 Euro. Damit hast du dann ein Stativ, welches du sowohl für stillstehende Aufnahmen, als auch für Kameraschwenks und Bewegungen nutzen kannst.

Benötigst du nur ein Stativ für den Tisch und keine weiteren Extras, dann würde meine Entscheidung als EInsteiger auf das Ravelli APLT2 für nur 15 Euro fallen. Das reine Tischstativ ist dann allerdings nicht für gewichtige DSLR-Kameras geeignet, sondern lediglich für das Smartphone.

Hilft dir das bei deiner Auswahl weiter? Schreib mir gern in die Kommentare: Wozu genau willst du dein Stativ einsetzen?

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