Einsteiger-Tipp: Mit welcher Kamera soll ich starten?

Verschiedene Kameras zur Content Produktion für Einsteiger

Du bist soweit und möchtest mit Video-Inhalten dein Marketing unterstützen? Jetzt stellt sich nur noch die Frage: “Mit welcher Kamera soll ich loslegen?”.

Bevor du direkt auf Amazon gehst und eine neue Kamera kaufst, denk doch zunächst einmal an die Möglichkeit ein geeignetes Smartphone zu nutzen. Die aktuellen Top-Modelle sind in punkto Auflösung mittlerweile richtig stark. Smartphones kosten zudem in etwa so viel, wie eine gute Einsteiger-Kamera, sie sind von der Bedienung und der Flexibilität allerdings durchaus zu bevorzugen.

In diesem Beitrag gehe ich auf die Smartphone-Kamera als Videokamera für deine Video-Inhalte im Detail ein und erkläre, worauf du beim Kauf achten solltest. Wenn du dennoch mit einer richtigen DSLR oder vergleichbaren Kamera starten willst, scroll noch ein Stück weiter nach unten.

Eine Handy-Kamera ist mitunter die cleverste Wahl

Es kommt in der Regel darauf an, für welchen Zweck du Videos drehen möchtest. Sollen Videos für dich die 24/7 Marketing-Maschine sein, so sprechen wir normalerweise von Erklärvideos, in denen du vor der Kamera stehst und deinem Expertenstatus gerecht wirst.

Ein Smartphone in Kombination mit dem richtigen Equipment kann für solch einen Fall absolut ausreichend sein.

Bei der Entscheidung ist an folgende Punkte zu denken.

Die Auflösung als Entscheidungsfaktor für die Smartphone-Kamera

Die Qualität ist ein wichtiges Entscheidungskriterium. Deshalb sollte bei der Auswahl des Smartphones auf eine hohe Qualität geachtet werden. Das aktuell beste ist eine Auflösung von 4K.

Ein Vorteil beim Filmen mit 4K ist, dass du im Nachhinein einzelne Bildausschnitte heranzoomen kannst und diese in weiterhin hoher Qualität dargestellt werden. Das gibt dir beispielsweise die Freiheit bei der Bildkomposition mit der Position des Sprechers zu variieren.

Diese fünf Modelle sind zum Beispiel 4K-fähig:

  • Apple iPhone X
  • Apple iPhone 8
  • Samsung Galaxy S9
  • Huawei P20
  • Google Pixel 2

Große Unterschiede weisen die neuesten Smartphones als Kamera nicht mehr auf. Die meisten haben einen optischen Bildstabilisator und verfügen über mehrere hundert Gigabyte Speicher (teils dank Erweiterungsmöglichkeit mit Speicherkarten). Beim optischen Zoom sieht es dagegen schon anders aus. Einen detaillierten Produktvergleich findest du hier.

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Flexibilität beim Aufbau deines Setups

Ein weiterer großer Vorteil, der für die Verwendung eines Smartphones als Kamera spricht, ist die Flexibilität. Ergänzt mit etwas Equipment lässt sich dein Film-Setup überallhin mitnehmen und ganz leicht aufbauen.

Ein kleines Stativ (englisch: Tripod) mit Smartphone-Aufsatz und das Handy selbst passen in jeden Rucksack.

Wann eine Handy-Kamera fürs persönliche Videomarketing an ihre Grenzen stößt

Möchtest du mehr als Nahaufnahmen von dir selbst oder einem anderen Sprecher im Video machen, reicht ein Smartphone oft nicht mehr aus. Dabei denke ich an den Auto-Fokus, an den Umgang mit schwierigeren Lichtverhältnissen, einen begrenzten Speicher und an den Akku.

Bei den meisten Smartphones ist der Akku fest verbaut, so dass ein schneller Akkuwechsel während dem Dreh nicht möglich ist. Auch der Speicher ist begrenzt, auch wenn die neuesten Smartphones hier ordentlich viele Gigabyte zu bieten haben. Wenn du Videos in 4k-Qualität aufnimmst, musst du mit einem Speicherbedarf von etwa 1 GB pro zwei Minuten Video rechnen.

Auch der Komfort für Aufnahmen von dir selbst kann eine Rolle spielen: Das Display ist bei einem Smartphone zwar nicht ausklappbar, dafür gibt es jedoch eine Frontkamera, die du für Selfie-Video-Aufnahmen verwenden kannst. Der Nachteil ist jedoch, dass die Frontkamera in den meisten Fällen eine schlechtere Qualität hat als die rückseitige Kamera.

Für ambitionierte Video-Einsteiger

Ist ein Smartphone für deine Video-Anforderungen nicht ausreichend oder möchtest du generell lieber gleich in eine gute Kamera investieren, dann schau dir die folgenden Modelle einmal genauer an. Bei ihnen musst du zwar auf das eine oder andere wünschenswerte Feature verzichten, dafür bewegen sie sich auch preislich in der Einsteigerklasse.

Canon EOS M3

Bei der Canon EOS M3 handelt es sich um eine DSLM Kamera. Es ist demnach eine digitale Kamera ohne einen internen Spiegel. Für Videos bringt die Kamera alle wichtigen Eigenschaften mit. Der Bildschirm lässt sich umklappen und ein externes Mikrofon anstecken. Ein Problem ist: Wenn das Mikrofon oben aufgesteckt ist, kann der Bildschirm nicht mehr umgeklappt werden. Zudem hat die Kamera keine 4K Auflösung.

  • Auflösung: Full HD
  • Display ausklappbar: ja
  • Externer Mikrofoneingang: ja
  • Touchscreen: ja

Canon 200D

Die nächste Canon Kamera ist eine klassische Spiegelreflexkamera. Großer Pluspunkt bei dieser Kamera ist das umklappbare Display, welches sich seitlich drehen lässt. Damit kann sowohl ein Aufsteckmikro verwendet, als auch das Display zur Kontrolle der Aufnahme, während du vor der Kamera stehst und dich filmst, genutzt werden..  

  • Auflösung: Full HD
  • Display ausklappbar: ja
  • Externer Mikrofoneingang: ja
  • Touchscreen: ja

Sony Alpha 6000

Die Sony Kamera ist schon seit Jahren Preis-Leistungs-Sieger im Bereich Einsteigerkameras. In unterschiedlichen Tests ist sie jedes mal ganz vorne mit dabei. Für das Filmen fehlen allerdings wichtige Features. Sie hat keine 4K Auflösung und auch keinen Anschluss für ein externes Mikrofon. Das Klappdisplay ist zwar vorhanden, jedoch lässt es sich nur leicht schräg rausklappen. Für professionelle Videos wäre aus dieser Kamera-Familie die Sony Alpha 6500 erste Wahl, diese spielt aber preislich in einer deutlich höheren Liga.

  • Auflösung: Full HD
  • Display ausklappbar: jein
  • Externer Mikrofoneingang: nein
  • Touchscreen: nein

Panasonic GX80

Die Panasonic GX80 ist eine spiegellose Systemkamera. Sie hat leider kein ausklappbares Display und auch keinen Mikro-Eingang. Dafür nimmt die Kamera in 4K-Auflösung auf. Das ist in dieser Preisklasse richtig gut. 

  • Auflösung: 4K
  • Display ausklappbar: nein
  • Externer Mikrofoneingang: nein
  • Touchscreen: ja

Was du sonst noch für dein Setup brauchst

Wenn du dich nach einer Kamera umschaust, solltest du auch direkt ans zusätzliche Equipment denken. Dann kannst du alles auf einmal in einen Warenkorb packen und entweder bei Amazon oder direkt im Laden kaufen.

Diese drei Sachen sollten definitiv auf deiner Einkaufsliste stehen:

  • Stativ bzw. Tripod (ggf. noch ein Adapter fürs Anbringen des Smartphones)
  • Externes Mikrofon (Aufsteckmikrofon für die Kamera oder Lavalier-Mikrofon zum Anstecken an die Kleidung)
  • Extra Audio-Aufnahmegerät für die beste Tonqualität, wobei du hier auch ein Smartphone nutzen kannst

Mit diesem Setup bist du bestens vorbereitet für deinen ersten Videodreh zum Einstieg ins persönliche Videomarketing.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Smartphones mittlerweile ziemlich leistungsstark sind und bevor du in eine Einsteiger-DSLR-Kamera investierst und dabei auch Abstriche machen müsstest, würde ich mir den Kauf gut überlegen.

Denn wenn du das Geld aufsparst bis du mit deinen (guten) Smartphone-Videos bereits erste Erfolge hast, kannst du dann umso gezielter in noch professionellere Ausrüstung investieren.

Wie ist deine Meinung? Würdest du dich eher für eine reine Kamera oder für das praktische Smartphone entscheiden? Schreib uns deine Meinung unten in die Kommentare.

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Steffen Grützki

Mein Spezialgebiet ist es, dich zu einem authentischen und rhetorisch überzeugenden Auftritt zu führen. Denn ich zeige Menschen leidenschaftlich gerne, dass viel mehr in ihnen steckt, als sie sich zutrauen. Manchmal reicht dafür eine kleine Frage als Anstoß zur Selbsterkenntnis. Manchmal ist punktuelles Feedback hilfreich. Und manchmal ebnet die intensive Begleitung bei einem Vorhaben den Weg zum "Wow"-Effekt.

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